Hönnepel im Zeitstrahl
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9. Jahrhundert: Das Tochterkloster von Denain
Der Regenfledis-Altar, seit 1896 in Denain. In der Mitte die heilige Regenfledis, links ihre Mutter Regina, rechts ihr Vater Aldalbert. Foto (bearbeitet): Pippobuono, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 Die Wurzeln von Hönnepel gehen auf Denain in Nordfrankreich zurück. Dort gründeten Graf Aldalbert und seine Frau, die heilige Regina, im Jahr 764 ein Benediktinerinnenkloster zu Ehren ihrer gottesfürchtigen Tochter Regenfledis. Sie wurde die erste Äbtissin und starb am 8. Oktober 805 „im Rufe der Heiligkeit“.
Die Abtei besaß einen Hof in Hönnepel und gründete darauf im 9. Jahrhundert ein Tochterkloster mit einer Kapelle aus Holz, geweiht der Muttergottes und der heiligen Regenfledis. Damit ist Hönnepel rund 350 Jahre älter als Kalkar.
Hier gründete die Abtei von Denain ein Tochterkloster.
Von der ehemaligen Klosterkirche ist nur noch der Taufstein erhalten. Er stammt vom Anfang des 13. Jahrhunderts.
Was der Taufstein bedeutet
Der Taufstein ist aus einem Stein gehauen. Ein großes Becken ruht auf fünf Säulen: Eine große mittlere Säule ist umgeben von vier kleinen Säulen, die für die Welt mit den vier Elementen Feuer, Luft, Wasser und Erde stehen.
In der Mitte erhebt sich die Weltachse, umgeben von den vier Himmelsrichtungen als Symbol für das allumfassende Universum. Dazu kommen die vier Eckmasken als Symbol für die vier Winde. Die mittlere Säule verweist auf Christus, den Herrn des ganzen Kosmos.
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1947: Der zweite Martinszug
Der Bericht über diesen Martinszug:
Am 10. November 1947 fand der zweite Martinszug in unserem Dorf statt. Nach der Rückkehr des Schulleiters konstituierte sich nunmehr ein Martinsausschuss. Ihm gehören Kraft ihres Amtes an: der Ortspfarrer, der Ortsbürgermeister und der Schulleiter. Seit diesem Jahr gehören zum Martinsausschuss folgende Herren: Ludwig Oppenberg als Vorsitzender, ferner Reinhard Seegers, Josef Arnds, Josef Verweyen, Heinrich de Laak, Robert Peters und Karl Lamers.
Erstmalig nahm eine Musikabteilung aus Niedermörmter am Zuge teil. Die Schule hatte 5 Martinslieder mit den Kindern eingeübt. Martinsdarsteller war in diesem Jahr Herr Karl Lamers, Mühlenfeld.
Nachdem der Fackelzug sich auf dem Schulhof aufgelöst hatte, hielt Lehrer Ticheloven eine Ansprache an die zahlreich versammelten Eltern und Kinder. Er gab seiner Freude über die Einführung dieses Kinderfestes in Hoennepel Ausdruck, dankte dem Martinsausschuss und der ganzen Bevölkerung für die Gestaltung des Zuges und für die Spenden zur Bescherung der Kinder, gedachte der Kriegsgefangenen, denen er baldige Heimkehr wünschte und schloss mit einem Aufruf zur Wahrung des Friedens.
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1965/66: Die Ritter-Elbert-Schule
Ende Mai 1965 entschied der Gemeinderat über den Namen der neuen katholischen Volksschule. Zur Wahl standen „Regenfledis“ und „Ritter Elbert“. Der Name „Ritter Elbert“ setzte sich knapp mit 4:3 Stimmen durch.
Im Januar 1966 wurde die Schule eingeweiht. Zur künstlerischen Ausstattung erhielt sie ein neues Wappen und einen Trinkbrunnen.
Das Ritter-Elbert-Zentrum heute. -
1995: Henny van der Most kauft den Brüter
Im Juli 1995 landete der niederländische Unternehmer Henny van der Most mit dem Hubschrauber in Hönnepel und sah sich das Gelände des Schnellen Brüters an. Den Kontakt hatte Norbert van de Sand geknüpft, damals CDU‑Ratsherr aus Hönnepel. Van der Most wollte aus dem Kraftwerk einen großen Freizeitpark machen.
Er kaufte den Brüter und stellte seine Pläne am 6. November 1995 bei einer Bürgerversammlung im Gasthaus Maas vor.
Norbert van de Sand hält die Pläne hoch für Henny van der Most.
Berstend voller Saal im Gasthaus Maas: Für viele gab es nur Stehplätze.